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Herbert Rauner über:

LÈNE CIXOUS UND INGEBORG BACHMANNcixous

Die französische Schriftstellerin und Philosophin Hélène Cixous zählt zu den bedeutendsten feministischen Autorinnen weltweit. Herbert Rauner legt nun im Augsburger Erwin Rauner Verlag mit dem Text "Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet" die Übersetzung eines Kapitels aus Hélène Cixous' 1991 erschienenem Buch "L'Ange  au secret" vor.

 

Hélène Cixous, geboren 1937 in Oran (Algerien), Schriftstellerin, Philosophin, Universitätsprofessorin (Anglistik), lebt und arbeitet in Paris und Arcachon (Atlantikküste). Als Literaturwissenschaftlerin und Philosophin, vor allem aber als Roman- und Theaterautorin hat Hélène Cixous seit 1967 etwa 70 Bücher veröffentlicht. Im deutschsprachigen Raum bislang (zu) wenig beachtet, gilt ihr umfangreiches Werk international, neben dem ihres Freundes Jacques Derrida († 2004), als eine der wichtigsten Stimmen der literarisch-philosophischen Postmoderne.

 

Herbert Rauner, geboren 1959, lebt und arbeitet als freier Autor in Augsburg. Er hat seit 1995 mehrere Gedichtbände sowie Übersetzungen poetologischer Gedichte Emily Dickinsons veröffentlicht.

 

In "Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet" überträgt Herbert Rauner einen Text, der 36 Jahre nach Ingeborg Bachmanns Tod (1973) und 18 Jahre nach dem Erscheinen von Cixous' "L'Ange au secret" ("Engel im Verborgenen", Paris 1991), die österreichische Schriftstellerin als Symbolfigur weiblicher Kunst- und Lebenserfahrung auffasst. Cixous' Werke sprengen in ihrer avantgardistisch-experimentellen Ausrichtung Begriffe und Grenzen literarischer Genres, und so erweist sich "Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet" nicht als Beitrag zur wissenschaftlichen Bachmannexegese; vielmehr ist der Text eine kunstvoll-irritierende Reflexion eigener Schreibmotive und -motivationen der Autorin. Ingeborg Bachmann wird zur paradigmatischen Gestalt weiblicher Künstlerinnenschaft und femininer Selbsterfahrung im 20. Jahrhundert. Hélène Cixous wählt Ingeborg Bachmann zur sprachverschworenen Patin und Partnerin und reflektiert ihre eigenen schriftstellerischen Wurzeln und existenziellen Lektüreerfahrungen. "Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet" ist als écriture féminine ein unter die Haut gehender Text, ein Buch über die Freuden und Abgründe leidenschaftlicher Liebe und zugleich ein Buch über die folgenreiche Begegnung mit Dichtung.

 

Herbert Rauners Übersetzung versucht, Cixous' Il y a quelqu'un qui a tué Ingeborg Bachmann in eine Sprache zu übertragen, die den Unterschied zwischen französischem Original und deutscher Übertragung, auch im Hinblick auf die dem Text selbst innewohnende gender-Thematik, achtet. So entsteht eine poetische Gratwanderung, in der die unerträglich schöne Ferne zum Nächsten Ausdruck findet.

 

Mitgegeben sind ein Nachwort des Übersetzers (darin ein Verzeichnis der bislang ins Deutsche übersetzten Texte Cixous') sowie ein Geleitwort von Hélène Cixous' Mitarbeiterin Claudia Simma.

 

Hélène Cixous. Jemand hat Ingeborg Bachmann getötet. Mit einem Nachwort des Übersetzers und einem Geleitwort von Claudia Simma. Erwin Rauner Verlag, November 2009. 56 SS. ISBN 978-3-936905-39-7 (€ 13,80)

 

 

www.erwin-rauner.de

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